Blower-Door-Test
(Test der Luftdichtheit)

Meistens wird in einer Fensteröffnung ein Ventilator mit seiner Konstruktion luftdicht eingebaut. Der Ventilator, der in Größe und Leistung definiert ist, wird entweder Luft hinaus drücken oder auch herein saugen. Dadurch entsteht eine Druckdifferenz zwischen außen und innen. Die Luftvolumenförderung des Ventilators muss so eingestellt sein, dass mit den Undichtigkeiten des Gebäudes der Differenzdruck konstant bei 50 Pascal (Pa) stehen bleibt. Dadurch ist der Luftverlust messbar. Aus dem Gebäudevolumen und dem Luftwechsel errechnet sich dann der Drucktestkennwert n50. Er gibt an, wie viel Luft bei einem Differenzdruck von 50 Pa verloren geht.

Oder anders ausgedrückt: Wie viel mal wird die Luft innerhalb des untersuchten Gebäudes (oder Gebäudeteils) innerhalb einer Stunde ausgetauscht (Luftwechselrate).

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Mit freundlicher Genehmigung von Bauthermografie & Luftdichtheitsprüfung
Lutz Weidner / Thüringen
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Typische Luftwechselraten

  • Undichte Altbauten: 4 bis 12 h-1 (4 bis 12 mal Luftwechsel je Stunde)

  • Neubauten ohne besondere Sorgfalt: 3 - 7 h-1

  • Niedrigenergiehäuser: 1 – 2 h-1

  • Passivhäuser: 0,1 – 0,6 h-1 , Vorgabe: max. 0,6 h-1

  • EnEV*-Vorgabe für Neubauten: 3 h-1 , mit Lüftungsanlagen 1,5 h-1

*: Energie-Einspar-Verordnung

 

 

Der Name
Blower-Door = Gebläse-Tür: Früher baute man den Ventilator in einen Türrahmen ein. Aus nachvollziehbaren Gründen sieht man das heute im Fensterbereich vor, um Undichtigkeiten einer Tür mit einbeziehen zu können (meistens sind dies eher undicht als Fensteröffnungen).

 

 

 

 

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